Die Geschichte von Roland Garros
Das Stadion "Roland Garros", Austragungsort der French Open wurde in 1928 erbaut. Die Herrenkonkurrenz gab es jedoch schon seit 1891, die Damen folgten 6 Jahre später.
Bis 1925 war der Turnier-Start ausschließlich französischen und einer sehr beschränkten Anzahl ausgewählter ausländischer Athleten vorbehalten. In diesen ersten Jahrzehnten wurde noch auf Rasen gespielt und der Austragungsort wechselte zwischen dem „Racing Club de France“ und dem „Stade Français“.
Die Musketiere brauchten ein Stadion!
1927 war ein Meilenstein für das französische Tennis, denn in diesem Jahr gewannen die Musketiere (Jacques "Toto" Brugnon, Jean Borotra, Henri Cochet und René Lacoste) ganz überraschend den Davis Cup gegen Amerika - auf amerikanischem Boden. Bis heute wird dieser Erfolg als der grösste Schock in der sportlichen Geschichte Frankreichs betrachtet. Die Folge war eine Revanche in 1928, diesmal jedoch in Paris. Man war sich bewusst, dass solch ein Duell auch an einem Ort ausgetragen werden musste, welcher der Größenform des Events entsprach. Der "Stade Français" bot dem französischen Tennisverband daraufhin 3 Hektar Grund an unter der Voraussetzung, dass dieser Grund den Namen des in Frankreich als Held des Ersten Weltkrieges verehrten Kampffliegers Roland Garros bekam.
Roland Garros war ein französischer Luftfahrtpionier, der im Ersten Weltkrieg als erster Pilot mit einem starr eingebauten, vorwärtsfeuernden Maschinengewehr bewaffnetes Flugzeug im Luftkampf einsetzte, und damit im September 1913 das Mittelmeer überquerte.
Die Französischen Meisterschaften von 1928 waren das erste Evenement, welches im neuen Stadion stattfand gefolgt von der lang erwarteten Davis Cup Partei zwischen Frankreich und Amerika. Auch diesmal hiess der Sieger übrigens "Frankreich".
Die französischen Meisterschaften waren anfangs – ebenso wie die Olympischen Spiele – ausschließlich den Amateuren vorbehalten. Seit 1968, dem Beginn der sogenannten „Open Era“, der Geschichte der „Offenen Meisterschaften“, sind alle Tennisspieler startberechtigt.

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